Diözesanverband

Diözesantag der KAB Limburg in Schwanheim: "WERTvoll arbeiten - menschenwürdig statt prekär"

Thomas Diekmann, Eva-Maria Wörner, Georg Wilke, Walter Henkes und Martin Mohr sind neue Diözesanleitung

Schwanheim. Über 80 Delegierte, Gäste und weitere Interessierte nahmen am Diözesantag der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg am 2.Juli  im Katholischen Gemeindehaus St. Mauritius in Frankfurt-Schwanheim teil. Das Thema war „WERTvoll arbeiten – menschenwürdig statt prekär“, die KAB-Bundesvorsitzende Beate Schwittay referierte. Thomas Diekmann (Hochheim) ist als Diözesanvorsitzender wiedergewählt.

Der Diözesantag begann um 9.30 Uhr mit dem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Mauritius unter der Leitung von Pfarrer Walter Henkes (Mengerskirchen), Diözesanpräses der KAB Limburg sowie Pfr.Albert Keller (Fussingen), Präses der KAB Fussingen. Begleitet wurde der Gottesdienst von zahlreichen Bannerabordnungen der KAB-Ortsvereine. In seiner Predigt hob Pfr. Henkes hervor, dass Arbeit für den Menschen da zu sein hat und unveräußerlich zu seiner Würde gehört, genauso wie der arbeitsfreie Sonntag zum Wohl der Arbeitenden und ihrer Familien. Auch in der Kirche gäbe es den Missstand der prekären Beschäftigung.

Nach Grußworten im Pfarrsaal begann um 11.00 Uhr die Tagung mit dem Vortrag von Beate Schwittay (Köln), Bundesvorsitzende der 100.000 Mitglieder starken KAB Deutschlands. Das Thema lautete „WERTvoll arbeiten – menschenwürdig statt prekär“ und ist der Beschluss der Bundesdelegiertenversammlung der KAB von 2021. (Informationen: https://www.kab.de/arbeit/prekaere-arbeit )

 

KAB-Bundesvorsitzende Beate Schwittay: „Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse gibt es auch in Deutschland!“

„Tätigsein gehört zum Menschsein dazu. Die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu nutzen, um das Leben zu sichern und die Welt besser zu machen, ist Teil der menschlichen Existenz“, stellte Beate Schwittay in ihrem Vortrag fest. „Ein Teil dieses Tätigsein wird über Erwerbsarbeit organisiert und die wird nicht immer dem Anspruch gerecht, menschenwürdig zu sein“, führte die KAB-Bundesvorsitzende weiter aus; und konkretisierte: „Arbeitsverhältnisse mit schlechter Entlohnung, mit schlechten Arbeitsbedingungen, die Menschen ausbeuten und ihnen ein gutes Leben verwehren, gibt es auch in Deutschland zu viele“. Für Schwittay ist dies ein Alarmzeichen: „Diesen prekären Arbeitsverhältnissen wird sich die KAB in den kommenden vier Jahren besonders zuwenden. Wir werden hinschauen, werden die unmenschlichen Verhältnisse aufdecken und uns für eine menschenwürdige Gestaltung der Arbeit einsetzen; der Auftakt war unsere Mindestlohnkampagne mit der wir armutsfeste 14,09€ einfordern“, machte Schwittay deutlich.

KAB Diözesanverband Limburg 2018 – 2021: „Öffentlichkeitsarbeit – Kampagnenarbeit – Digitalisierung“

Nach dem Mittagessen wurde der Diözesantag mit dem nicht öffentlichen Teil fortgesetzt. In seinem Rechenschaftsbericht hob der Diözesanvorsitzende der KAB Limburg, Thomas Diekmann, drei zentrale Schlagworte hervor, die die Arbeit des christlichen Sozialverbandes in den vergangenen drei Jahren prägten: „Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederwerbung und weitere Aktionen/ Kampagnen und Digitalisierung vieler Bereiche, besonders in der Kommunikation“ brachte es Diekmann auf den Punkt. Die aktualisierte Homepage www.kab-limburg.de und die Präsenz auf Facebook (www.facebook.com/KABLimburg) seien wichtige Elemente, über die Arbeit der KAB zu informieren und sie einem breiten Interessenkreis näher zu bringen. Auch über die Printmedien sei die KAB mit aktuellen Berichten und Meldungen aktuellen politischen und arbeitsweltorientierten Themen präsenter geworden. „Die Arbeit in Netzwerken mit vielen verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Akteuren inner- und außerhalb der KAB ist für uns ein immer wichtiger werdendes und erfolgreiches Instrument“, so der Diözesanvorsitzende. „Gerade in der „Allianz für den freien Sonntag“ arbeiten wir mit den DGB-Gewerkschaften und weiteren Verbänden und Organisation gut und vertrauensvoll zusammen“. Die Jahresaktionen seien ein verbindendes thematisches und programmatisches Element, an dem alle Gliederungen der KAB im Diözesanverband Limburg arbeiteten. Sie greifen die jeweiligen Kampagnenthemen des KAB-Bundesverbandes auf.

Im Februar 2020 wurde bundesweit die Mitgliederwerbeaktion unter dem Motto „Für ein christliches Miteinander in der Arbeitswelt“ gestartet, die nach wie vor aktuell ist. Corona hat die Digitalisierung vorangebracht – Sitzungen, Seminare und Bildungsabenden und Gesprächsrunden werden vermehrt als Videokonferenz abgehalten, was bei den großen räumlichen Entfernungen innerhalb des Verbandes ein Plus für die Kommunikation darstellt.

Im Rahmen des ökumenischen Kirchentages in Frankfurt war 2021 eine große Plakataktion des Diözesanverbandes zum 1.700jährigen Jubiläum des freien Sonntags dabei, sowie ein online-Arbeitnehmergottesdienst und als krönender Jahresabschluss für 2021 der gut besuchte „KABarettabend“ unter dem Motto „Geld.Macht.Angst“ in Lindenholzhausen mit Lutz von Rosenberg Lipinsky.  

Dann berichtete Diekmann über die starke Beteiligung der KAB bei mehreren Großdemonstrationen für ein geeintes Europa und gegen Rechts in Frankfurt und Wiesbaden, über regelmäßige Kontakt- und Austauschgespräche des KAB-Diözesanvorstandes mit dem Bischof, Dr. Georg Bätzing. Diekmann, bevor er auf das Engagement der KAB in der Sozialen Selbstverwaltung zu sprechen kam: „Wir alle werben für eine hohe Beteiligung bei den Sozialwahlen 2023, die Wahlbeteiligung und das Ergebnis für uns als KAB in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) mindestens so gut wie bei den letzten Sozialwahlen wird“, zeigt sich Thomas Diekmann beindruckt. „Der Diözesanvorsitzende schloss seinen Bericht mit der Erwähnung der sehr erfolgreichen Arbeit des KAB-Diözesanverbandes als „Sonntagsschützer schlechthin“ und bedankte sich bei allen aktiven KAB-Mitgliedern, die die Arbeit im Diözesanverband Limburg in den vergangenen Jahren getragen und gestaltet haben.

Zukunftsweisende Anträge an den Diözesantag

Aus Gliederung des Verbandes heraus wurden an den Diözesantag Anträge gestellt mit Ziel der Förderung der Familienarbeit, der Vereinfachung von Team-Lösungen in Leitungsgremien und der Verschlankung der Strukturen um eine Dynamisierung des Verbandes zu ermöglichen. Die Anträge wurden verabschieden und werden in den kommenden Monaten bereits umgesetzt.

Weit über 500 Rentenberatungen, 826 mal Rechtsberatung, Rechtshilfe und -vertretung im Arbeits- und Sozialrecht

Es folgten noch weitere Rechenschaftsberichte des Bezirksverbandes Rhein-Main durch den Bezirksvorsitzenden Georg Wilke (Frankfurt), des Bezirksverbandes Limburg durch den Bezirkssekretär Martin Mohr (Limburg), durch den Leiter der Internationalen Arbeit des Diözesanverbandes, Christian Vollbrecht (Unterliederbach), durch den Vorsitzenden des Fördervereins der KAB im Diözesanverband Limburg, Manfred Wörner (Frankfurt), durch den und den KAB-Diözesan- und Rechtssekretär Martin Mohr (Limburg) sowie durch den Seniorenbeauftragten Winfried Seifried (Frankfurt), der von mehreren Initiativen wie eine Kampagne gegen die Erhöhung des Briefportos und seniorengerechter Ausbau des ÖPNV zu berichten hatte . Mohr berichtete über die Bildungsarbeit der KAB nach den Maßgaben der Katholischen Erwachsenenbildung und zeigt sich erfreut über trotz Corona stabilen Zahl an durchführten Bildungsmaßnahmen, die durch die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) gefördert werden. Der Diözesansekretär berichtete auch über seine zahlreichen Beratungs- und Rechtsvertretungstätigkeit im Arbeits- und Sozialrecht, die von der Büromitarbeiterin Jutta Brahm stark und kompetent unterstützt wurde und  die für KAB-Mitglieder kostenlos ist sowie über die sehr engagierte und erfolgreiche ehrenamtliche Erst- und Sozialberatung durch die 11 Berater/innen des KAB- Diözesanverbandes. „Mit 18 Fällen im arbeits- oder sozialrechtlichen Vertretungen waren wir bei Gericht und erstritten hohe Beträge an Abfindungen, Leistungen nach SGB2 oder zum Beispiel auch einen höheren Grad der Behinderung für unsere Mandant*innen, berieten und gaben Rechtshilfe weit über 250 Mal“, berichtete der Diözesansekretär. „Dabei waren Anliegen rund um Kündigungsschutz und Kündigungen des Arbeitsverhältnisses sowie Aufhebung des Arbeitsverhältnisses und Abfindungen sowie Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Arbeitsvertrag die häufigsten Fälle“, so Mohr. Weit über 1.000 Rentenberatungen, 300 sozialrechtliche und nahezu 100 arbeitsrechtliche sowie über 50 Sozialberatungen haben die ehrenamtlichen KAB-Erstberater durchgeführt. Sebastian Alt (Frankfurt) KAB-Referent für Zeitkultur und Schutz des arbeitsfreien Sonntags berichtete: „Zahlreiche Verkaufssonntage konnten wir durch gute Argumente verhindern, so manches Mal mussten wir aber auch die Gerichte bemühen, um die Städte zur Vernunft zu bringen und die Sonntagsöffnungen zu stoppen“ Zentrale Kampagne anlässlich 1.700 Jahre arbeitsfreier Sonntag war die Picknickdecken-Aktion, bei der alle Interessierten auf ein Patchworkteil ihre Forderung für einen freien Sonntag malen oder Schreiben konnte. Weiter über 100 Stück waren zusammengekommen.

Die Wahlen ergaben, dass der Diözesanvorsitzende Thomas Diekmann (Hochheim) wiedergewählt wurde. Neue stellvertretende Diözesanvorsitzende ist Eva-Maria Wörner (Fechenheim), die vom wiedergewählten Stellvertreter Georg Wilke (Sossenheim), dem Diözesanpräses Pfr. Walter Henkes sowie dem Diözesansekretär Martin Mohr ergänzt wird.

Dank, Ehrungen und Verabschiedungen

Dem aus dem Amt scheidenden Leiter des Internationalen Arbeitskreises Christian Vollbrecht wurde mit einem großen Dank der Diözesanleitung und aller Anwesenden aus ihrer langjährigen engagierten Tätigkeit verabschiedet; er leitet über drei Jahrzehnte die Partnerschaftsarbeit des Verbandes mit der MTC in Brasilien und hat das Amt an Lothar Höhn (Goldstein) weitergegeben. Zum Ehrenvorsitzenden des Diözesanverbandes wurde Engelbert Kohl (Flörsheim) ernannt; der ehemailige Diözesanvorsitzende gestaltet auch heute noch die KAB sehr aktiv und innovativ mit und ist Experte für vielfältige Fragen der Verbandsarbeit, etwa wenn es um Satzungen geht. .   

Wachsende Bewegung

Weitere Würdigungen erhielt der KAB Ortsverein Villmar, der mit 17 Neumitgliedern den stärksten Zuwachs der Bewegung für soziale Gerechtigkeit zu verzeichnen hat, sowie die Ortsvereine Flörsheim und Okriftel für ähnlich hohe Zuwächse.

 

"Wussten Sie schon, dass der Medizinische Dienst gar keine Pflegegrade vergibt?"

Fachtagung "Pflege" des KAB-Diözesanverbandes mit herausragender Referentin

Im vollbesetzten Pfarrzentrum Limburg-Lindenholzhausen kamen am 23. April 2022 in einem Tagesseminar der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg alles Wissenswerte rund um das Thema "Pflege" auf den Tisch. "Gut gerüstet für den Fall einer Pflege- oder Hilfebedürftigkeit" war das Thema der qualifizierten KAB-Fachtagung. Die Pflegedozentin Michaela Werth aus Möhnesee entfaltete am Vormittag die Säulen der Gesundheits- und Pflegeversorgung. "In den Leistungen der Krankenkasse sind vor allem die Verordnungen häuslicher Pflege enthalten", erklärte Werth. "Die Leistungen der Pflegekasse hingegen bestehen aus Beantragungen von Pflege, möglichen Leistungen sowie Widerspruchsstelle", erläuterte die Pflegedozentin.

Seminarleiter Martin Mohr, geschäftsführender KAB-Diözesansekretär, führte durch das Programm und moderierte die sehr angeregten und intensiven Rückfragen und Redebeiträge der Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer. 

Der Nachmittag wurde zur besonderen Herausforderung. Denn es ging um die Pflegebegutachtung, die Michaela Werth mittels Begutachtungsassessment und der einzelnen Fragemodule mit den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern erarbeitete. "Vor allem will der Begriff Selbstständigkeit" richtig verstanden sein", so Werth. "Denn entscheidend für "selbstständig" ist, dass die zu pflegende Person keine personelle Hilfe benötigt", so die Pflegedozentin. "Aber der Medizinische Dienst vergibt übrigens gar keine Pflegegrade", so Wert, denn er ist ein reine Prüfinstanz, der betrachtet und gewichtet. 

"Überraschende und sehr nützliche und wichtige Erkenntnisse gab es in diesem Seminar", fasst KAB-Sekretär Martin Mohr zusammen. "Während wir als KAB normalerweise als politische Bewegung bekannt sind, die sich beispielsweise für bessere Entölohnung und  Arbeitsbedingungen in der Pflege einsetzt, und unseren Mitgliedern kostenlose Rechtsberatung und -vertretung im Arbeits- und Sozialrecht garantieren, so hatten wir am heutigen Tag insbesondere zu Pflegende und deren Angehörige im Blick", bringt es Mohr auf den Punkt. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und Leistungend der KAB: www.kab-limburg.de   

  

„Corona-Regeln nicht mit NS-Verfolgung vergleichen!“ - Diözesanvorsitzender Diekmann erinnert an KAB-Widerstandskämpfer

Vor einem Vergleich der Corona-Regeln mit der Verfolgung im Nationalsozialismus warnt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg

Diözesanvorsitzender Thomas Diekmann hierzu im Hitradio FFH: https://www.kab-limburg.de/fileadmin/user_upload/kab-limburg_de/Videos/FFH_K_Q_Telex_KAB_Widerstandskaempfer_26-01-22.mp3

  • Limburg. Vor einem Vergleich der Corona-Regeln mit der Verfolgung im Nationalsozialismus warnt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg e. V. . Aus Anlass des 77. Todestages des KAB-Widerstandskämpfers Nikolaus Groß am 23. Januar erinnert der katholische Sozialverband an das Schicksal der KAB-Widerstandskämpfer unter der Herrschaft des Nationalsozialismus.

„Die aktuelle Kritik an den Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie darf nicht als Deckmantel für Verschwörungstheoretiker und rechtsradikale Gruppierungen benutzt werden“, mahnt Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB, Diözesanverband Limburg. Unmut und Enttäuschung über Regelungen seitens der Politik in der Krise sollten nicht zur Polarisierung der Gesellschaft führen. Wenn Menschen, die unter den Corona-Maßnahmen Einschränkungen erfahren, sich öffentlich mit den Opfern des Nationalsozialismus vergleichen, werde auch das Schicksal ermordeter Juden und Widerstandskämpfer diskreditiert.

Erinnerung an KAB-Widerstand

Die KAB erinnert am 23. Januar, dem Todestag des selig gesprochenen Nikolaus Groß, mit unterschiedlichen Veranstaltungen an die Widerstandskämpfer der KAB. Neben Groß verloren auch Bernhard Letterhaus, Prälat Otto Müller und der Augsburger KAB-Sekretär Hans Adlhoch durch die Nazis ihr Leben. So wird in Berlin Bundespräses Stefan-B. Eirich an der Hinrichtungsstelle Plötzensee an das Schicksal der KAB-Widerstandskämpfer erinnern.  

Hier ein Artikel der KAB Hochheim: https://www.kab-limburg.de/ueber-uns/bezirk-rhein-main/vereine/main-taunus/ortsverein-hochheim           

"Geld.Macht.Angst" - Großartiges "KABarett" mit Lutz von Rosenberg Lipinsky in Lindenholzhausen

Am Freitagabend, den 29. Oktober 2021 war es so weit und zweimal war die KAB-Großveranstaltung verschoben worden: Im unter Coronabedingungen vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus Limburg-Lindenholzhausen stand Lutz von Rosenberg Lipinsky auf der Bühne.

Auf dem Hintergrund des Vierjahresschwerpunktes (bis Juni 2021)der KAB Deutschlands, "Arbeit.Macht.Sinn" nahm er das kapitalistische System auf's Korn und zeigte auf dass Geld an sich nichts wert ist. Es gab ganz viele Lacher...

Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB Limburg, begrüßte unmittelbar vor dem Auftritt viele bekannte Gesichter aus KAB-Kreisen, aber mindestens genau so viele Gäste, die (noch) nicht Mitglied sind. Für den Diözesanverband Limburg war diese Veranstaltung ganz klar ein Jahreshöhepunkt und der Ortsverein Lindenholzhausen sorgte für organisatorische Unterstützung und Bewirtung, was ganz hervorragend klappte. 

Darum ging es: Die Welt ist in Aufruhr: Es gibt immer mehr Geld - aber für immer weniger Menschen. Und, als wenn das nicht reicht, soll es nun auch noch weniger Arbeit geben - das macht Angst. Werden wir nichts mehr zu tun haben? Wovon werden wir leben, wenn Computer uns ersetzen? - Hier hat der bekannte hamburger Kabarettist in seiner unnachahmlichen Mischung aus knallhartem Kabarett und lustiger Comedy als „Deutschlands lustigster Seelsorger“ die Politik zur Rede und deren Polemik bloß gestellt und dem Publikum Mut und Halt gegeben, "damit wir von der Politik und Wirtschaft nicht länger trostlos in Schrecken versetzt werden". Sein Fazit: „Angst ist kein Zustand – es ist eine Methode!“

Unter anderem hat der Kabarettist ein Buch mit dem Titel: „Die 33 tollsten Ängste…… und wie man sie bekommt“ herausgegeben.

Kleine Kostprobe vom Auftritt Lipinsky am 29.10.2021 in Lindenholzhausen: https://youtu.be/UW3Oe8SUqKY

Auftritt Lutz von Rosenberg Lipinsky für die KAB auf dem Ökumenischen Kirchentag Frankfurt 2021: https://youtu.be/B80vu3Zw8K0

(c) Text und Fotos: Martin Mohr

"Zukunft der Arbeit nach Corona" - die Fachtagung des KAB-Diözesanverbandes Limburg

Kurz vor der Bundestagswahl führte der KAB Diözesanverband Limburg in bewährter Kooperation mit der Akademie Rabanus Maurus/ Haus am Dom Frankfurt am 11.9.2021 noch einmal eine breit aufgestellte Tagung durch.

Hochkarätige Vertreter aus Wissenschaft, Gewerkschaft, Theologie, Sozialverbandsarbeit kamen mit Bundestagskandidaten in die vertiefte Diskussion darüber, was Arbeitswelt, Gesellschaft, Bildung und Gemeinwesen jetzt brauchen, angesichts der durch Corona noch offensichtlicher gewordenen Umbrüche, Spaltungen und vielschichtigen Krisen.

Thomas Diekmann begrüßte seitens des Diözesanverbandes alle Anwesenden im Saal und an den Bildschirmen sehr herzlich. Er verdeutlichte, dass die Anliegen des heutigen Tages zentrale Themen der KAB aufnehmen und entfalten. Hier das Video - die Tagung in voller Länge anschauen: https://youtu.be/q7Tmvsyey_s 

Simon Reiners machte in seinem Impulsreferat die Punkte "Digitalisierung, Technologie, Homeoffice, Globalisierung/ Lieferkette, Arbeitslosigkeit/ Armut und Weitere als zentrale Themen, die die Entwicklung in und nach der Coronapandemie bestimmen werden aus. "Der Mensch und nicht die Ökonomie steht im Mittelunkt von Guter Arbeit", so Reiners. "Es hängt gesellschaftlich mehr ab von privater Sorgearbeit als von ökonomischer Sorge".

Unter dem Motto "Zukunft guter Arbeit" folgte daraufhin ein Podium mit den Vertretern aus Wissenschaft, Gewerkschaft, Theologie und Sozialverbandsarbeit. " Es gibt aktuell ein großer Schub der Mechanismen der Subjektivierung aufgrund Corona", so Prof. Kreutzer, "es wird durchnschnittlich 48 Min länger gearbeitet aufgrund Homeoffice. Eine Regulierung ist erforderlich und auch die umdeutung, welche Bedeutung Arbeit hat", so Kreutzer. Konrad Nagel-Strotmann von der KAB betonte: "Die voraussetzungen von Wirtschaft wird von denen geschaffen, die kein Geld dafür bekommen."Die sozialen Sicherungssysteme sind unabhängig zu machen von Erwerbsarbeit", so Nagel-Strotmann; "hier ist das Bedingungslose Grundeinkommen unverzichtbare Voraussetzung".  "Gute Tarife und Gesetzgebung sind die Voraussetzungen für Gute Arbeit", unterstrich der IG-Metaller Michael Gerst; "Es bedarf eines ökonomischen und ökologischen Umbaus, zugleich eine leistungsfähige wirtschaft und Ausbau von Rechten für Beschäftigten, wobei Kompromisse geschlossen werden müssen."

Nach dem Mittagessen startete dann die große Runde "Zukunft der Arbeit nach Corona" mit den Politikern und nochmals mit den Experten des Vormittags sowie unter starker Beteiligung der Gäste. Achim Kessler (Die Linke) fordert, dass die Privatieiserung der Sozialen Sicherungssystem zurückgefahren werden muss, setzt sich für die Bürgerversicherung in der GKV/GPV ein und macht sich starkt, dass alle Einkommen und Vermögen in die Finanzierung der Sozialen Sicherung einzubeziehen sind. Das Sockelgrundeinkommen ist für Stregmann-Kuhn (Bündnis 90/ Die Grünen) eine zentrale Forderung. Die Sachgrundlose Befristung müsse abgeschafft werden. Bezahlung von Sorgearbeit muss fair und würdig werden. Private KV sei nicht nicht abzuschaffen, aber mit einkommensabhängigen Beiträgen auszustatten. Der Kandidat der CDU, Axel Kaufmann, betonte, dass durch die Energiewende Arbeit geschaffen werde.Für kleine firmen sei mitbestimmung aber ein großer Aufwand. Gegen rechtsradikalismus seien starke gewerkschaften wichtig. Die Überwindung der Zweiklassenmedizin sei dringend.

"WERTvoll arbeiten - menschenwürdig statt prekär" heißt der neue Beschluss der KAB und es zeigte sich am heutigen tag, dass er genau die Zeichen der Zeit trifft. 

Hier das Video - die Tagung in voller Länge anschauen: https://youtu.be/q7Tmvsyey_s 

(c) Text und Fotos: Martin Mohr, KAB-Diözesansekretär Limburg

Mai-Aufruf des KAB-Diözesanverbandes Limburg: Solidarität statt Spaltung

Die Corona-Pandemie hat die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft verschärft. Frauen, Schüler*innen und Arbeitnehmer*innen im Niedriglohnbereich sind die großen Verliererinnen der Pandemie-Einschränkungen. Doppel- bis Dreifachbelastungen für Frauen und Mütter, fehlende Ausbildungsplätze und soziale Ausgrenzung im Schul- und Bildungssystem und nicht zuletzt eine Wirtschaft, die Beschäftigte im Niedriglohnbereich zuerst auf die Straße setzt, treiben einen Keil in unsere Gesellschaft.

Hartz-IV-Leistungen jetzt langfristig aufstocken

150 Euro Einmalzahlung für Bezieher*innen von Hartz-IV-Leistungen reichen nicht aus. Die Regelsätze müssen auf mindestens 600 Euro für alle Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind, angehoben werden. Darüber hinaus braucht es statt einer Einmalzahlung für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat, um zusätzliche corona-bedingte Kosten auszugleichen.

Stoppt die drohende Bildungskatastrophe !

Die Corona-Pandemie hat die Defizite im Bereich der beruflichen und universitären Ausbildung offengelegt. Lehrstellen fehlen. Es reicht nicht aus, wenn Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Corona-Ausbildungsprämie erhöht. Politik und Wirtschaft müssen größere Anstrengungen und Hilfspakete auflegen, damit eine ganze Generation durch die Pandemie nicht verloren geht. Die Jugend braucht einen Schutzschirm. Wir brauchen jetzt eine Bildungspolitik, die besonders benachteiligte Schüler*innen und Auszubildende mit Corona-Sonderzahlungen und dem Ausbau der überbetrieblichen Ausbildung unterstützt.

Pandemie-Gewinner müssen Solidarität zeigen!

Die großen Gewinner der Pandemie wie Amazon & Co müssen sich stärker an den Kosten beteiligen. Wir fordern die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, damit nicht die leidtragenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die ganzen Schulden und Lasten der Krise tragen müssen.

1.700 Jahre arbeitsfreier Sonntag" - Gottesdienst und Veranstaltungen im KAB Diözesanverband Limburg

In St. Peter und Paul Villmar: Gottesdienst "1.700 Jahre arbeitsfreier Sonntag - und die Freiheit, die uns geschenkt ist"

Bei der KAB St. Matthias Villmar wurde das Jubiläum mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pfr. Michael Vogt, Präses des 150 Mitglieder starken Ortsvereines gefeiert. Seine Predigt war auf dem Hintergrund des Wirkens des befreienden Gottes des Ersten Testamentes zu verstehen: Das hebräische Wort „schabbath“ bedeutet aufhören, Sabbat also: der Aufhörtag, der Tag der Unterbrechung, der Tag der Befreiung von Sklaverei, Fronarbeit und Fremdherrschaft.

"Am 3.März des Jahres 321 nach Christus wurde unter Kaiser Konstantin I. für das römische Weltreich der Sonntag endlich zum „Staatsfeiertag“, hob Vogt in seiner Predigt ab: "Im Erlass des Kaisers hieß es: “A l l e Richter, Stadtleute und Gewerbetreibenden sollen am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen.” Seither ist der Sonntag in den meisten christlich geprägten Ländern der wöchentlich wiederkehrende Feiertag."

Der "Sonntags-Liegestuhl" stand Pate. 

Aktuelles

Diözesanverband Limburg Vorstand

Vorsitzender Thomas Diekmann, Hochheim

Diözesanpräses Pfarrer Walter Henkes

stellvertretender Vorsitzender Georg Wilke, Sossenheim

Diözesansekretär Martin Mohr, Limburg

Beisitzer Lothar Höhn, Frankfurt-Goldstein

Beisitzer Karl Heinz Burschyk, Frankfurt

Beisitzer Peter Weber, Hadamar

Beisitzer Josef Oehl, Ellar

Beisitzer Wolfgang Rathgeber, Niederbrechen

Beisitzer Bernd Hannappel, Hundsangen

Beisitzer Michael Ziegler, Niederbrechen

Beisitzerin Brigitta Güth, Elsoff

Beisitzer Pfr. Rainer Petrak, Frankfurt

Beisitzer Julian Engelhart, Limburg (CAJ)

DV Ausschuss Christian Vollbrecht, Unterliederbach

DV Ausschuss Karin Seck, Bad Camberg

DV Ausschuss Paul Arthen, Villmar

DV Ausschuss Sebastian Alt, Frankfurt

Seniorenbeauftragter Winfried Seifried, Frankfurt

Bezirkssekretär KAB Rhein Main Nicht besetzt

Kontakt zu einzelnen Mitgliedern des Diözesanvorstandes und -ausschusses über das KAB-Diözesanbüro, Tel. 06431/ 295703 kab@bistumlimburg.de 

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gez. Martin Mohr, Bezirks- und Diözesansekretär

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