Veranstaltungsberichte

Tischparlament der KAB/Rabanus Maurus zur Kommunalwahl 2026

Eine informative Veranstaltung für eine lebendige Demokratie

Am 27.01. veranstalteten KAB und Akademie Rabanus Maurus wieder ihr bewährtes Tischparlament – diesmal aus Anlass der anstehenden Kommunalwahl. Frankfurter Politikerinnen und Politiker stellten sich den Diskussionen und den Fragen durch die Teilnehmer. Martin-Benedikt Schäfer (CDU), Dr. Katharina Knacker (Grüne), Kolja Müller (SPD), Dr. Sophie Hartmann (FDP) und Alexis Passadakis (Die Linke) nahmen teil.

In fünf Gruppen wurde diskutiert: Sicherheit, Integration, bezahlbares Wohnen, Umweltschutz und Mobilität.

In der Gruppe zur Sicherheit wurde über Überwachungskameras, Grundrechte, Prävention und soziale Sicherheit gesprochen. Sicherung von Bahnhofsviertel und Zeil, sowie der Katastrophenschutz wurden von Herrn Schäfer als wichtiger Faktor erachtet. Dr. Katharina Knacker betonte die Rolle der Prävention und Alexis Passadakis die der sozialen Sicherheit. Mit Kolja Müller und Sophie Hartmann wurden über das Abwägen von Sicherheit und Grundrechten diskutiert.

Im Bereich der Mobilität betont die CDU die Stärkung von Park und Ride Parkplätzen am Stadtrand, die Linke hingegen will Personal gewinnen für eine Verbesserung des ÖPNV. Beim Autobahnausbau in und um Frankfurt positionierten sich Linke und Grüne dagegen, während SPD, FDP und CDU eher dafür bzw. dafür sind.

Die Integration ist ein sehr emotionales Thema in unserer Gesellschaft. Dies hat sich auch in unserer Diskussionsrunde mit den teilnehmenden Kommunalpolitikern gezeigt. Hierbei wurde u.a.  festgestellt, dass die Bürokratie ein Hindernis für eine zeitnahe Integration in unsere Gesellschaft sowohl auch in den Arbeitsmarkt darstellt.  In diesem Punkt waren sich mehrheitlich alle anwesenden Kommunalpolitiker einig. Leider berichteten auch Diskussionsteilnehmer davon, dass involvierte Ämter und Behörden wie z. B. Ausländerbehörde und Bundesamt für Flüchtlinge, auf kommunaler sowie auf staatlicher Ebene oft überfordert seien. Hierbei sprachen sich die anwesenden Kommunalpolitiker im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Zuständigkeiten Abhilfe zu schaffen. Als Resümee kann gesagt werden, dass eine gute und gelungene Integration unserer Gesellschaft nutzt und den sozialen Frieden in Stadt und Land fördert.

Auch im Bereich des Bezahlbaren Wohnraumes und des Umweltschutzes wurde lebhaft diskutiert. Gerade im Bereich der Wohnungsproblematik zeigten sich die unterschiedlichen Haltungen der Politiker.

Hier konnten nun lediglich einige Eindrücke festgehalten werden. Es war eine gelungene Veranstaltung – für alle, die leider nicht dabei sein konnten, empfiehlt sich ein Blick in die Wahlprogramme. Als KAB sind wir sehr froh, dass wir wieder einen Beitrag zu einer informierten Wahlentscheidung beitragen konnten. 

„Ein Tag der Freiheit“ - KAB thematisiert hohes gesellschaftliches Gut

Auf Einladung des Diözesanverbandes der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg befasste sich ein Onlineseminar mit dem Sonntag als Tag der Freiheit.

Der Referent, Sebastian Alt, Referent für Sonntagskultur und Sonntagsschutz der KAB Limburg, legte in seinem Vortrag großen Wert auf die Freiheit für die ganze Gesellschaft, die mit dem arbeitsfreien Sonntag staatlicherseits und verfassungs- und grundrechtlich garantiert ist, und das seit dem Edikt von Kaiser Konstantin vor 1.700 Jahren. „Der jüdische Sabbat ist seit Jahrtausendenden der Kult-Tag und Tag der Arbeitsruhe. Die frühen Christen haben dann den ersten Tag der Woche zum Tag der Auferstehung gemacht und ihm diese Bedeutung verliehen. Und sie haben sich an diesem Tag sich zum Herrenmal versammelt“, erklärte Sebastian Alt.

Wurde seit Konstantins Zeiten der sonntägliche Ruhetag immer weiter gestärkt, so hätten später die Reformatoren ebenfalls den Sonntag als freien Tag bestätigt, unterstrich der Theologe. „Gefährdungen erleidet der freie Sonntag seit dem Beginn der Industriealisierung“, weiß Sebastian Alt, „und heute ist der Sonntag von der irrtümlichen Meinung in Gesellschaft, Handel und Politik angegriffen, dass durch Sonntagsöffnungen im Handel besonders angesichts der Coronapandemie, mehr Umsatz erzielt werden könne, sowie Geschäfte und Arbeitsplätze gerettet werden könnten“. Wirtschaftlich sei diese Annahme nicht begründbar und durch die wachsende Hektik, Betriebsamkeit und Pausenlosigkeit die Gesundheit und der Zusammenhalt der Gesellschaft und der Beschäftigten gefährdet.

Es schloss sich eine angeregte Diskussion an, in der auch beispielhaft die Einhaltung wöchentlicher Ruhetage in anderen Kulturen und Religionen benannt wurden, der Stellenwert menschlicher Tätigkeit herausgehoben wurde, die ja mehr sein muss als nur entfremdete Arbeit, und zum Beispiel auch, dass es keinesfalls so ist, dass in den europäischen Nachbarländern überall sonntags die Geschäfte geöffnet seien.

„Es wurde deutlich, dass der Sonntag die Freiheit schenkt, nicht arbeiten, nicht konsumieren, nicht gestresst sein zu müssen, fasste Moderator und KAB-Diözesansekretär Martin Mohr zusammen. Weitere Informationen zur KAB unter www.kab-limburg.de

"Freunde und Schwestern einer besseren Welt" - Ein Abend zur Enzyklika "Fratelli tutti" am 18. Februar 2021 mit Pfr. Walter Henkes

Freunde und Schwestern einer besseren Welt

So wie Franz von Assisi seinen ersten Gefährten in „Fratelli tutti“, „allen Brüdern“ einst schrieb, wie sie in den Spuren Jesu nach dem Evangelium leben könnten, so richtet Papst Franziskus diesen Titel und dieses Anliegen an alle Menschen guten Willens. Wie Geschwister, gute Freunde oder gute Nachbarn können wir Politik, Wirtschaft und soziales Miteinander lokal und weltweit gestalten, schlägt der Papst vor. Wenn jeder nur für sich selber sorgt, ist nicht für alle gesorgt.

Weil allzu liberaler Globalismus die Starken stärkt und die Schwachen schwächt, brauchen wir ein weltweites Netz, das Arme und Schwache so sehr an die erste Stelle bringt, dass sie für sich selber sorgen können.

In Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit, solidarisch und in aller Freundschaft „heilen wir die Welt und machen aus ihr einen besseren Platz“, wie Michael Jackson einst sang. Gegen Eigeninteressen der Starken, gegen Täuschung der Kommunikation, Vorrang des Kapitals, Ausbeutung, Ausgrenzung oder Ausschuss der Gesellschaft zeigt Franziskus, wie wir freundlich und in sozialer Freundschaft Politik, Wirtschaft, Kommunikation, Gesellschaft und Religionen als Brüder und Schwestern gestalten können.

Wie der Barmherzige Samariter können wir über alle Grenzen hinweg füreinander einstehen und gerade von denen lernen, die anders sind als wir. Religiöse Menschen wissen sich dazu vom Vater aller Menschen berufen, Christen gestalten diesen Weg als Brüder und Schwestern Jesu mit allen zusammen.

Der Vortrag dazu von Pfarrer Walter Henkes war mit 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz gut besucht. Nach den Rückmeldungen kann man durch die Enzyklika sowohl etwas für das eigene Leben als auch für politische Stellungnahmen gewinnen.

Das Schreiben des Papstes finden Sie im Internet mit dem Stichwort „Fratelli tutti“ unter http://www.vatican.va oder in gedruckter Form als Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls Nr. 227, Herausgeber: Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz, Kaiserstr. 161, 55113 Bonn www.dbk.de

Pfarrer Walter Henkes

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