KAB Diözesanverband Limburg

Ortsverein St. Matthias Villmar

KAB Villmar: Weit über 50 Unterschriften für 13,69€ Mindestlohn gesammelt

von re. nach links: Vertrauensleute und Vorstand: Paul Arthen Vorsitzender, Martin Mohr Diözesansekretär, der in Villmar wohnt und Mitglied ist, Katja Laux, Raimund Friedrich, Fahnenhalter Bernd Gruber, 2. Vorsitzende Iris Friedrich, Helene Löw, Josef Trost, Ulrike Urban, Claudia Wilhelm und Präses Pfr Vogt.

Paul Arthen, Vorsitzender der KAB St. Matthias Villmar berichtet: "Unsere Unterschriften für die Petition wurden hauptsächlich auf unserem Grillfest gesammelt. Beim Verteilen der Impuls hatten die Vertrauensleute Unterschriftenlisten dabei und haben auch kräftig Unterschriften gesammelt.

Unser Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Raimund Friedrich sammelt eifrig bei den Beratungen und viele von uns haben immer Unterschriftslisten dabei. Unsere Erfahrung ist, dass die Menschen oft nicht mehr überzeugt werden müssen und gerne unterschreiben, weil sie wissen, dass man von seiner Vollzeitarbeit leben können muss. Eines unserer Argumente ist auch, dass die Rente bei dem Mindestlohn der KAB bei 45 Erwerbsjahren 1042 Euro ergibt. Wir planen uns mit einem Stand vor einem Supermarkt zu platzieren, um weitere Unterschriften zu bekommen."

Der Verein hat ca 150 Mitglieder und seit 2014 51 neue Mitglieder geworben. "Seit 4 Jahren haben wir die Mitgliederwerbung als einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist aktuell die Aktion Stolpersteine, die wir vor 2 Jahren begonnen haben. Dabei können wir an die Greuel des NSregimes erinnern und wir hoffen dadurch dem Rechtsruck und Demokratiefeindlichkeit in der Gesellschaft entgegenzuwirken", so Paul Arthen.

KAB St. Matthias Villmar hilft Partnerorganisation MTC in Brasilien gegen Corona

Bild von der Scheckübergabe von li nach re.: Frau Helene Löw, Kassiererin, Vorsitzender Paul Arthen, Diözesansekretär Martin Mohr

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Villmar spendet 500 € an ihre Partnerorganisation MTC in Brasilien. Seit über 40 Jahren besteht nun die solide und lebendige Partnerschaft der Movimento de Trabalhadores Cristãos (MTC) Brasilien und des Diözesanverbandes Limburg.

Der KAB Vorsitzende Villmar Paul Arthen, und Martin Mohr der geschäftsführende Diözesansekretär der KAB Limburg konnten sich im Mai 2019 vor Ort ein Bild machen. War die Armut schon damals für sie eine prägende Erfahrung, hat die Corona-Epidemie die Lage dramatisch verschlechtert. Hinzu kommen fehlerhafte und falsche Hilfsmaßnahmen von Seiten der Regierung. Der Hilferuf aus Südamerika erreichte den gesamten KAB Diözesanverband Limburg. Martin Mohr und Paul Arthen kennen von ihrem Besuch im letzten Jahr Verhältnisse und Ansprechpartner und tragen dafür Sorge, dass die Spenden die Bedürftigen erreichen. Die MTC Brasiliens benötigt finanzielle Unterstützung, um sie in die Lage zu versetzen, für Mitglieder und Mitbürger*innen mit Atemmasken (Mund-Nase-Schutz), Hygieneartikeln, Desinfektionsmitteln und weiteren Schutzartikel gegen das Coronavirus zu besorgen oder auch selbst herzustellen.

Die weltweite Corona-Pandemie grassiert besonders heftig in Brasilien. So sind bis Mitte Juni 2020 über 1000 000 Menschen infiziert und über 51 000 Tote zu beklagen. Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung von Experten allerdings wesentlich höher sein, da Brasilien nur relativ wenig testet. Fehlende Sozialsysteme und harte Maßnahmen zum Schutz vor COVID 19 sind Gründe für die bedrohliche Lage. Ausgangssperren entziehen den Ärmsten der Armen die Existenzgrundlage, einem Erwerb können sie nicht nachgehen. Nicht wenige hungern und sind auf solidarische Hilfe angewiesen.

Unter dem Stichwort Coronahilfe – Brasilien KAB Diözesanverband Limburg e.V. „Coronahilfe Brasilien“ IBAN: DE45 3706 0193 4000 6190 06 BIC: GENODED1PAX Pax-Bank eG, Köln. kann gespendet werden. Eine Spendenquittung wird ausgestellt.

Die KAB Villmar ist dankbar für den im Verhältnis zu anderen Ländern milden Verlauf der Pandemie in Deutschland und bittet um Ihre Solidarität und Spende für die von Corona bedrohten oder erkrankten Menschen in Brasilien.

Paul Arthen, Vorsitzender der KAB Villmar

Das Stolperstein-Projekt wurde durch die „Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Villmar“ (KAB) initiiert

Am 3. Februar 2020 wurden im Marktflecken Villmar von Gunter Demnig die ersten 19 Stolpersteine unter außerordentlich großer Anteilnahme von gut 150 Mitbürgern verlegt (eine so hohe Beteiligung wurde bei Verlegungen in der gesamten Region bisher nicht erreicht). Das Villmarer Stolperstein-Projekt wurde Ende 2018 von der KAB initiiert, deren Mitglieder auch federführend im zuständigen Arbeitskreis tätig sind. Besonders erfreulich ist die Zusammenarbeit mit dem Wahlpflichtkurs "Erinnerungskultur" der örtlichen Schule. Wir sehen darin ein sehr gutes Beispiel mit Vorbildfunktion, wie kirchliches Engagement gerade in der heutigen Zeit zu Erinnerungskultur, Mahnung, Toleranz und Zusammenführung beiträgt. Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit war das Gedenkkonzert mit den "Shalom Singers" aus Frankfurt und weiteren 5 Chören aus Villmar und Weyer - insgesamt ca. 150 Sängerinnen und Sänger - in der fast voll besetzen Villmarer Kirche.

Stolpersteine gegen das Vergessen

Gunter Demnig verlegt 19 „dezentrale Mahnmale“ im Pflaster öffentlicher Gehwege in Villmar und Weyer Von Jürgen Weil Hunderte fahren täglich am Ende des Struther Weges in Villmar an einem Wiesengrundstück mit fünf verwitterten Gräbern vorbei, Fußgänger biegen dort um die Ecke zur Weilburger Straße. Nahe am Treppenaufgang zum jüdischen Friedhof steht seit 1988 ein Gedenkstein für die während der Nazizeit ermordeten „Mitbürger jüdischen Glaubens.“ Wer die von der Gemeinde gepflegten Gräber besuchen möchte, außerhalb von Samstagen und jüdischen Feiertagen, besagt ein Schild, kann den Schlüssel zum verschlossenen Türgatter auf der Gemeindeverwaltung holen. Wer geht hin? Wer kennt die Namen der Toten? Wer weiß von ihren Schicksalen? Für die Antwort auf diese Fragen braucht der Bürger seit dem 3. Februar 2020 keinen Schlüssel mehr, er stolpert sozusagen über die Namen „Ackermann“ oder „Rosenthal“, wenn er durch die Grabenstraße oder die Peter-Paul-Straße geht. Er stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen über ein „dezentrales Mahnmal“, muss sich hinabbeugen, um die Inschrift auf den zehn mal zehn Zentimeter großen Messingplatten lesen zu können, eingelassen auf Betonwürfeln in das Pflaster des Bürgersteigs. Und er liest nicht nur Namen, sondern erfährt auch von Schicksalen. Ein Beispiel aus der Peter-Paul-Straße 44, im öffentlichen Gehweg vor einer Metzgerei: „HIER WOHNTE SALOMON ‘SALLY‘ ROSENTHAL, JG. 1897, BUCHENWALD ERMORDET 28.12.1938“.

Ein Stolperstein von insgesamt 19, die an diesem Montag im Februar in Villmar und Weyer von dem Konzeptkünstler Gunter Demnig verlegt werden. Weitere circa 30 werden später folgen. Eine Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten, zunächst an die jüdischen, die seit 1933 gedemütigt, entrechtet, verfolgt und erschlagen oder in die Flucht getrieben wurden, (durch Selbstmord) „in den Tod geflüchtet“ oder durch unmenschliche KZ-Haft-Bedingungen erkrankt und gestorben sind, zu Millionen deportiert, vergast und in Massengräbern verscharrt. „Sie hatten nicht einmal einen Friedhof“, sagt Holocaustüberlebender und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, „wir sind ihr Friedhof.“ Und vielfach werden die Stolpersteine auch zum Gedenken an weitere Opfergruppen wie Sinti und Roma, Behinderte, politisch und religiös Verfolgte, Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene.

„Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist!“, heißt es im Talmud, einem der bedeutendsten Schriften des Judentums. Und das treibt Gunter Demnig seit über 20 Jahren an. 75 000 Stolpersteine in mittlerweile 26 Ländern sind verlegt, alle handgefertigt. Und er macht zur Bedingung: Sie müssen durch Spenden finanziert werden, die Gemeinden dahinter stehen, Jugendliche einbezogen sein.Die Steine sollen „Geschenke der Bürger an ihre Gemeinde sein“, verlegt am letzten frei gewählten Wohnsitz der Opfer. Gemeinsames Engagement von KAB-Initiative und Jugendlichen Das Stolperstein-Projekt in Villmar wurde über die „Katholische Arbeitnehmerbewegung“ (KAB), von deren Vorsitzenden Paul Arthen und Mitglied Helmut Hübinger initiiert. Nachdem die Gemeindevertretung des Marktfleckens am 14. Februar 2019 überparteilich mit großer Mehrheit den Weg für die Verlegung von Stolpersteinen bereitet hatte, gründete sich ein Arbeitskreis. Unter Federführung von Bernold Feuerstein, KAB-Mitglied und Vorsitzender des Ortsausschusses Villmar(Pfarrei Hl. Geist Goldener Grund / Lahn),wird recherchiert, gesammelt und dokumentiert. Die Rektorin für die Sekundarstufe I der Johann-Christian-Senckenberg-Schule Runkel-Villmar, Isabelle Faust, und ihr Wahlpflichtkurs „Erinnerungskultur“ wurden mit ihren Recherchen zum jüdischen Leben in Villmar ebenfalls Teil des Arbeitskreises.

Die Öffentlichkeit wird informiert.Schnell kommen Spenden für die ersten Stolpersteine zusammen. Sogar der zehnjährige Emil Klum hat auf dem Pfarrfest durch Verkauf von selbstgemachter Limonade das Geld für einen Stolperstein (120 Euro) zusammenbekommen. Eine erste Schülergeneration „Erinnerungskultur“ hatte bereits mit Isabelle Faust Einzelschicksale der Toten auf dem Runkeler Kriegsgräberfriedhof erforscht und dafür 2019 den „Jugendfriedenspreis“ des Landkreises Limburg-Weilburg erhalten. Die dritte Schüler-Generation arbeitete nun auf den Höhepunkt der bisherigen Arbeit hin: der Verlegung der Stolpersteine. Am 9.11. 2019 schon gestalteten sie einen Gottesdienst zum Gedenken an die Pogromnacht 1938 mit. Jetzt sind sie es, die mit etwa 150 sichtlich bewegten Villmarer Bürgern Gunter Demnig und seinem Helfer Manuel Engelmann vom Bauhof zusehen, wie sie ein Loch ins Pflaster schneiden und Demnig die Betonwürfel schließlich eben einsetzt, einzementiert und poliert. Die Mädchen und Jungen legen weiße Rosen auf die Stolper-steine, entzünden Kerzen, andere tragen die Namen der Opfer und ihr Schicksal vor und lassen schließlich beschriftete Karten an Luftballons in den Himmel schweben.SiccoGoldetti aus Limburg spricht dazu das jüdische Totengebet, „für das Aufsteigen ihrer Seelen…in das Band des ewigen Lebens“.Manche wischen verstohlen Tränen aus den Augenwinkeln.

Gedenkkonzert in der Kirche St. Peter und Paul                                                                 Den Opfern soll „Wahrheit und Gerechtigkeit widerfahren“, so zitierte Bernold Feuerstein im Gedenkkonzert am Vorabend aus „Dämmerung“ des Philosophen Max Horkheimer aus dem Jahre 1934. In der Villmarer Kirche St. Peter und Paul vereinigte die Musik konfessionsübergreifend die „Shalom Singers“ der jüdischen Gemeinde Frankfurt und fünf weitere Chöre aus Villmar und Weyer, dazu Michael Loos (Orgel) und David McDonald (Cello) u.a. mit „Kol Nidrei“ von Max Bruch.

Das von Feuerstein mit Unterstützung von TOCCATA Orgelkultur und der Sparkassen-Stiftung Limburg-Weilburg organisierte Konzert hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Musikern und Zuhörern. Eine ähnliche Atmosphäre erleben jetzt die Augenzeugen der Stolpersteinverlegung. Daniel Rosenthal (63), ein Großneffe von Sally Rosenthal, ist aus Bad Homburg gekommen, um den Zeremonien beizuwohnen. Seine Familie überlebte durch Flucht nach Argentinien. Jakob Höhler (94) hat sich im Rollstuhl an die Erinnerungsorte schieben lassen, er kann sich noch gut an seine jüdischen Nachbarn erinnern. Genauso wie die 91-jährige Maria Baier aus Weyer, ebenfalls im Rollstuhl, warm eingepackt, geschoben von ihrem Mann Reinhard (92).Sie wollen mit ihrem Kommen die Toten ehren. Jugendpflegerin Cornelia Döring ist mit Mitgliedern des von ihr betreuten Kinder- und Jugendparlaments dabei. Alle Umstehenden blicken ernst, unterhalten sich leise, sind sich der Bedeutung des würdigen Geschehens bewusst.

Bürgermeister Matthias Rubröder dankt Gunter Demnig, den Mitgliedern des Arbeitskrei-ses, der Schule und allen Spendern, die „ein Gedenken mitten im Alltag“ möglich machten. Er denkt an die anderen Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Villmar und Weyer, den Judenfriedhof dort mit 58 Gräbern, an Synagogengebäude in beiden Orten. Rubröder spannt den Bogen von der Gefahr des Vergessens bis zur „Mahnung für Gegenwart und Zukunft gegen Hass und Ausgrenzung.“ Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung (jüdische Weisheit) In der Grabenstraße erinnern jetzt Stolpersteine an Joseph, Bertha und Leopold Ackermann, an Isaak und Enkelin Gretel Ackermann, in der Peter-Paul-Straße an Johanna, Salomon, Emmi und Liselotte Rosenthal. In Weyer erinnert Gemeindevertreterin Gertrud Brendgen vom Arbeitskreis bei Demnigs Stolpersteinverlegung in der Laubusstraße 14 an Mina Saalberg, Ida und Emil Simon, Herta Irene, Julius und Heinz Heymann: „Hier ge-schah etwas, was nie hätte geschehen dürfen und was nie wieder geschehen darf.“ In der Brühlstraße 4 liegen Stolpersteine für Karoline, Albert und Hermann Walter Schönberg.

Gunter Demnig, inzwischen 72 Jahre alt, hat schon 2015 entschieden, dass sein Kunstprojekt der „sozialen Skulpturen“ auch ohne ihn weiterleben soll, mit der Gründung der „Stiftung – Spuren – Demnig“. Weltweit inspirieren diese Spurenlegungen also auch noch lange viele Menschenrechtsaktivisten. Ganz in seinem Sinne geht in Villmar die Zusammenarbeit mit Jugendlichen in die Zukunft. Wenn sie, auch durch die Pflege der Stolpersteine, sich immer wieder neu an die ungeheuerlichen Verbrechen der Nazis erinnern, wirkt dies als Mahnung, schon den Anfängen zu wehren, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln, wenn irgendwo im Alltag die Würde eines Menschen angetastet wird. Isabelle Faust ist sehr glücklich darüber, dass sie mit Hilfe von Bernold Feuerstein zusammen mit ihren Schülern auch künftig in regem Kontakt stehen kann mit Jodi Moses, der Enkelin von Gretel Moses, geborene Ackermann, aus der Villmarer Grabenstraße 3: „Jodi und ihre Familie sind überwältigt von der Aktion, kannten Stolpersteine vorher gar nicht und sind sehr berührt von der Erinnerung an ihre Ahnen.“

Fotos (Jürgen Weil):                                                                                                          • Schüler des Wahlpflichtkurses Erinnerungskultur der Johann-Christian-Senckenberg-Schule Runkel-Villmar legen Rosen nieder, zünden Kerzen an:(v. li.) Fabian Stärke, Samira Horz, Annika Dorn, Clara Ebert, Marie Adikhari.               • Stolpersteine für die Familien Rosenthal und Ackermann in Villmar.                             • Gunter Demnig verlegt die Stolpersteine für die Familie Ackermann in der Grabenstraße 3 in Villmar.                                                                                           • Gedenkkonzert in Villmar am 2. Februar 2020 mit den „Shalom Singers“ (Leitung Benjamin Brainman).

Jahreshauptversammlung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Matthias Villmar

Der Wettergott meinte es an diesem Abend nicht besonders gut mit der KAB Villmar. Pünktlich zum Veranstaltungsbeginn waren die Straßen Villmars verschneit. Dennoch fanden fast 40 Mitglieder den Weg in den Pfarrsaal. Pfarrer Vogt konnte kurz nach 18:00 Uhr die Veranstaltung mit einem Gottesdienst eröffnen. Dieser fand im Zeichen des Apostel St. Matthias, dem Namenspatron der Villmarer KAB statt, dessen Namenstag am 24.02. war.

Nach einem Essen, wie immer von Küchenchef Martin Falk und Iris Friedrich vorzüglich angerichtet, begann der offizielle Teil. Vorsitzender Paul Arthen verlas seinen Jahresbericht. Er gab nicht nur Rechenschaft über die zahlreichen geselligen Veranstaltungen, wie Wanderungen, Pfarrfest und Grillfeiern, sondern informierte auch ausführlich über die vereinspolitischen Aktivitäten,in deren Mittelpunkt das Ladenöffnungsverbot am Sonntag, der von der KAB geforderte Mindestlohn und eine sozial gerechte Arbeitswelt standen. Hier merkte Rentenberater Raimund Friedrich an, dass der geforderte Mindestlohn von 13,69 € bei einer Vollzeitbeschäftigung von 170 Std. monatlich, nach 45 Jahren eine Monatsrente von nur 1075 € garantiert. Hier wurde auch sichtbar, wie wichtig die von der KAB geforderte Rentenreform ist, damit die Menschen weiterhin Sicherheit im Arbeitsleben und im Alter erfahren. Paul Arthen führte weiter aus, dass wir auch unsere Stimme erheben müssen gegen den rechten Rand, damit 1933 und was daraus folgte, sich nicht wiederholt. „Wir haben aktuell ein Problem in unserer Demokratie, die wir mehr denn je schützen müssen. Wir haben hier in Deutschland Kräfte, die die errungenen Freiheiten und Rechte zurückdrehen wollen, die Hass und Gewalt sähen und Stimmung gegen die demokratischen Verhältnisse und Menschen machen. Ihr stetiges nach Rechtsaußenrücken macht vielen Menschen Angst. Auch hier in Villmar haben wir ein solches Medium, das ständig Viertelwahrheiten, tendenziöse Artikel und Hetze postet und dadurch Gift und Unfrieden sät“. Wir müssen uns für die Demokratie, die Freiheit und die Veränderung von Mängeln in unserem Land einsetzen und nicht nur im Fernsehsessel sitzen. Nur so wird sich was ändern. Wir sind alle gefragt. Darum braucht es die KAB und ihre Mitglieder.

Geehrt für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Monika Laux, Marianne Handschuh, Hans Handschuh und Raimund Werner. Rückblickend war die von Helmut Hübinger vorgeschlagene Stolpersteinaktion, initiiert von der KAB Villmar ein Erfolg. Durch zwei gut besuchte Veranstaltungen konnten die Bürger sich informieren und auch Fragen stellen. Bisher konnten bereits 19 Stolpersteine verlegt werden. Die erste Verlegungsaktion mit Güner Demnig wurde von zahlreichen Villmarer Bürgern begleitet. Die KAB geht davon aus, dass etwa 50 Stolpersteine in der Großgemeinde verlegt werden. Dadurch werden die Opfer des Naziregimes nicht vergessen werden. Raimund Friedrich erzeugte mit seinem Ausblick auf die KAB-Fahrten von Mai – Oktober 2020 Vorfreude, Neugier und Interesse. Die Versammlung war sich sicher, dass die sechs Fahrten, die Iris und Raimund Friedrich organisieren, den Erfolg der Vorjahre fortführen. Hier muss die KAB bei Überbuchung den Mitgliedern eine Bevorzugung gewähren. Auch eine Mehrtagesfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern im 75 Jubiläumsjahr der KAB Villmar im Juni 2021 konnte Raimund Friedrich bereits umreißen.

Die Wahlen des 1. Vorstandes wurden zügig durchgeführt. Einzig Paul Arthen beantragte eine geheime Wahl. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden für die nächsten 2 Jahre wiedergewählt. Paul Arthen bleibt weiter 1. Vorsitzender, genauso wie Kassiererin Helene Löw und Schriftführerin Claudia Wilhelm. Als Beisitzer wurden Katja Laux und Bernd Gruber in ihrer Funktion bestätigt. Als Delegierte für den Bezirkstag wurden Helene Löw, Claudia Wilhelm, Katja Laux, Martin Falk, Bernd Gruber gewählt und als Ersatzdelegierte Hans Handschuh, Rudolf Schmidt, Raimund Friedrich. Für die ausscheidende Kassenprüferin Marianne Adam wurde Mechthild Gruber gewählt Nach der offiziellen Versammlung wurden im geselligen Miteinander noch viele anregende Gespräche geführt.

 

Weitere Informationen über die KAB Villmar und ihre Aktivitäten: https://www.pfarrei-heilig-geist.de/pfarrei-kirchen/st-peter-paul-villmar/kab-villmar

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Diözesanverband Limburg e.V.
Graupfortstraße 5
65549 Limburg
Telefon: 06431 / 29 57 03

Fax 06431 / 28 11 37 35

E-Mail: kab@bistumlimburg.de

Facebook: KABLimburg                   

! Corona-Pandemie: Das Diözesan- und Bezirksbüro der KAB Limburg ist bis auf weiteres geschlossen.

Publikumsverkehr: Physisches Aufsuchen des Büros nur nach vorheriger Anmeldung.

Telefonisch, per Fax und E-Mail sind wir zu den gewohnten Zeiten erreichbar!

gez. Martin Mohr, Bezirks- und Diözesansekretär

Unsere Bürozeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag 8.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr sowie nach Vereinbarung

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

KAB! Tritt ein für dich.