KAB Diözesanverband Limburg

Pflege

Hessische KAB-Diözesanverbände gegen die ablehnende Haltung der Dienstgeberseite des Deutschen Caritasverbands zur Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags in der Altenpflege

Das Solidaritätswort im Ganzen:

Solidaritätserklärung von 5.3.2021

KAB DIÖZESANVERBAND FULDA E.V.,                                                                  KAB DIÖZESANVERBAND LIMBURG E.V.,                                                          KAB DIÖZESANVERBAND MAINZ E.V. gegen die ablehnende Haltung der Dienstgeberseite des Deutschen Caritasverbands zur Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags in der Altenpflege

Liebe Kolleginnen und Kollegen im ver.di Landesbezirk Hessen! Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in den drei hessischen Diözesanverbänden Fulda, Limburg und Mainz erklärt sich mit Eurem Protest gegen die ablehnende Haltung der Dienstgeberseite des Deutschen Caritasverbands zur Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags in der Altenpflege solidarisch. Dieser als allgemeinverbindlich gesetzte Tarifvertrag hätte für alle in der Pflegebranche Beschäftigten ein Mindestniveau etwa für Gehälter und Urlaubsansprüche gebracht. Geringqualifizierte Pflegekräfte in der privaten Pflege arbeiten ab 1. April für den gültigen Mindestlohn von 11,80 € pro Stunde. Damit sind Pflegekräfte im Alter häufig selbst auf staatliche Fürsorgeleistungen angewiesen, denn um eine Rente in Höhe der Grundsicherung zu erlangen, müssten ungelernte Pflegekräfte ununterbrochen 53 Jahre lang in Vollzeit arbeiten.

Die Blockadepolitik der Dienstgeberseite in den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden trägt dazu bei, dass zigtausenden Pflegekräften die Altersarmut droht. Das Dienstgeber-Nein betrifft vor allem Beschäftigte in privaten Pflegeeinrichtungen. Die KAB bedauert, dass sich Caritas und Diakonie nicht auch zum Anwalt dieser Beschäftigten machen. Stattdessen verhindert ihr Beharren auf dem Sonderrecht des „Dritten Weges“ einen auskömmlichen Mindestlohn für alle Kolleginnen und Kollegen in der Pflege.

Die KAB Diözesanverbände kritisieren mit der KAB Deutschlands, dass einmal mehr die Kirche und ihre Wohlfahrteinrichtungen wichtiges Vertrauen bei den betroffenen Pflegekräften, bei Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen sowie in der Gesellschaft verspielt haben. Die zerklüftete Lohnlandschaft in der Altenpflege bleibt so zum Schaden von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erhalten. Die KAB fordert die Dienstgeberseite der Caritas deshalb auf, konstruktiv bei der Umsetzung eines allgemeinverbindlichen Tarifs in der Altenpflege mitzuwirken. Christliche Werte in der Arbeitswelt bedeuten für uns gleicher Lohn für gleiche Arbeit, einen existenzsichernder Mindestlohn, den Schutz des arbeitsfreien Sonntags sowie den Schutz vor Altersarmut.

Hans-Peter Greiner, Diözesanvorsitzender der KAB Mainz;                            Michael Schmitt, Diözesansekretär der KAB Fulda;                                  Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der KAB Limburg

Die KAB Limburg mahnt an, dass eine Selektion der Menschen in Krankenhäusern und Kliniken nicht stattfinden darf.

Limburg/Frankfurt/Region Rhein-Main. Der Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg mahnt an, dass eine Selektion der Menschen in Krankenhäusern und Kliniken nicht stattfinden darf. „Angesichts der Folgen der CoronaPandemie darf es absolut nicht sein, dass alte, kranke Menschen, was ihre lebensnotwendige medizinische Versorgung betrifft, auf der Strecke bleiben“, so Georg Wilke, stellv. Diözesanvorsitzender der KAB Limburg. Zum 1. Mai macht sich die KAB für eine Aufwertung der Pflegeberufe stark, siehe www.kablimburg.de/nc/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/mai-aufruf-kab-deutschlands-jetzt-care-arbeit-aufwerten/ und geht nun auf die bioethische Seite der Krise in Krankenhäusern ein. Angesichts der öffentlichen Debatte um mögliche medizinethische Entscheidungskonflikte, wenn infolge der Covid-19-Pandemie die intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten nicht mehr für alle Patienten ausreichen, sieht der christliche Sozialverband KAB, Diözesanverband Limburg, die Gefahr, dass eine Weiterbehandlung älterer und kranker Menschen prinzipiell ausgeschlossen oder vermieden werden könnte. Eines der zentralen Probleme sei dabei die erhebliche Überlastung der Gesundheitssysteme angesichts der mit der Pandemie einhergehenden Notwendigkeit intensivmedizinischer Versorgung. Im Fall eines möglichen erdrückenden Ungleichgewichts von Behandlungsbedarfen und Behandlungsressourcen ist die ärztliche Heilkunst gezwungen, in Analogie zum NotfallInstrumentarium der „Triage“ (frz. „Sichtung, Sortierung, Auswahl“) zu handeln. Es gibt dann faktisch deutlich zu wenige Beatmungsgeräte, um alle beatmungsbedürftigen Patienten adäquat zu behandeln. Die Triage steht damit vor der alternativlosen Entscheidung über Leben und Tod. „Es darf allerdings keinesfalls nach Lebensalter, und ebenso nicht nach Geschlecht, körperlicher oder geistiger Behinderung, Stand, ökonomischer Potenz, Bekanntheitsgrad oder sonstigen Kriterien entschieden werden“, führt Georg Wilke weiter aus, „denn dies verbietet sich angesichts des Grundsatzes, dass jedes Leben gleich wertvoll ist und Menschenleben nicht gegeneinander abgewogen werden dürfen.“ Die medizinischen Kriterien, nach denen Entscheidung gefällt werden, müssten Behandlungsbedürftigkeit (Dringlichkeit) und Prognose (therapeutische Erfolgsaussichten) sein, betont der stellv. KAB-Diözesanvorsitzende. Im Übrigen leisteten die Ärzte den Hypokratischen Eid, wonach um jedes Menschenleben zu kämpfen ist. „Als Christ*innen wissen wir, dass vor Gott kein menschliches Leben ob alt oder jung gegeneinander aufgerechnet werden darf, so nach dem Motto, die Alten müssen ja sowieso sterben“, fasst Georg Wilke zusammen.

Pflege - der KAB-Rechtsschutz schlägt Alarm

Limburg, 3. September 2019. Immer mehr Pflegerinnen und Pfleger ersuchen Rechtberatung, -hilfe und -vertretung bei der KAB, die diese Leistung kostenlos für ihre Mitglieder anbietet. "Zugleich ist dies aber eine absolut besorgniserregende Entwicklung, wenn auch bei kirchlichen Trägern angestellte Pfleger*innen überlastet, übermüdet, überfordert sind", stellt KAB-Diözesansekretär Martin Mohr, zuständig auch für die Beratung und Vertretung der Mitglieder im Arbeits- und Sozialrecht fest.   

"Daher setzt sich die KAB für bessere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Pflege ein. Mit einer Online-Petition gegen die Zwölf-Tage-Dauerschicht in der Pflege will die KAB im Diözesanverband Limburg die Arbeitsbedingungen von Pflegerinnen und Pflegern verbessern. Der Pflegenotstand in Deutschland ist Hausgemacht", erklärt KAB-Diözesansekretär Martin Mohr. "Nicht nur die Pflege im Minutentakt, sondern auch die Arbeitszeiten, die Dauerstresse ermöglichen, sind das Ergebnis einer schlechten Gesundheitspolitik", so der KAB-Diözesansekretär.

Die KAB-Deutschlands unterstützt daher die Petition für die Abschaffung der 12-Tage-Schicht, die zusammen mit Pflegekräften initiiert wurde. Arbeitszeit zu Lasten von Gesundheit und Qualität Noch immer ist es erlaubt, zwölf Tage Dauerschichten in der Pflege zu fahren. "Nicht selten kommt es vor," so Martin Mohr, "dass für Pflegerinnen und Pfleger nach nur zwei Tagen arbeitsfrei, erneut eine Zwölf-Tagesschicht folgt". Am Monatsende sind die Pflegekräfte meist ausgelaugt. "Die 12 Tages-Dauerschicht gefährdet nicht nur die Gesundheit der Pflegenden, sondern auch die Qualität der Arbeit", betont Mohr Enttäuschung über Konzertierte Aktion Pflege Mit der Online-Petition wird die Abschaffung der 12-Tage-Dauerschicht und eine bundesweite Regelung verlässlicher Arbeitszeiten in der Pflege gefordert. "Verlässliche Arbeitszeiten sind die Basis für gute und menschenwürdige Arbeit", betont KAB-Diözesansekretär Martin Mohr.

Studien belegen, dass Hunderte von Pflegekräften in ihren Beruf zurückkehren würden, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen würden. Für Sandra Lutz-Land, die seit 28 Jahren in der Altenpflege arbeitet, ist enttäuscht über die Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege der drei Bundesministerien. "Dass der Dieselstreit mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft erhält, als die brisante Lage in der Pflege, zeigt wie es um die Solidarität mit Pflegenden in Deutschland bestellt ist", erklärt Lutz-Lang, die mit der Petition die Initiative selbst in die Hand nehmen will. Mittlerweile haben bereits fast 50.000 Menschen die KAB-Petition unterschrieben. KAB-Diözesansekretär Martin Mohr appelliert

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