KAB Diözesanverband Limburg

27.11.2020

Armut und Hunger sind die Folge falscher Politik

KAB Diözesanverband Limburg fordert zum 4. Welttag der Armen (15. November 2020) ein Umdenken in Wirtschaft und Politik auch in unserem Land

Limburg/ Region Rhein-Main. „Zum Welttag der Armen am kommenden Sonntag muss unser Blick auf globale ungerechte Verteilungs- und Produktionsstrukturen der Wirtschaft sowie auf soziale Ungerechtigkeit in Deutschland gelenkt werden“, fordert Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Diözesanverband Limburg.

Die KAB Limburg setzt sich deshalb seit vielen Jahren für ein Lieferkettengesetz ein, das Sozial- und Arbeitsrechte entlang der Liefer- und Produktionsketten deutscher Unternehmen gesetzlich festschreibt. „Es ist nicht hinnehmbar, wenn hohe Profite und billiger Konsum in reichen Ländern wie Deutschland auf Kosten von Arbeitnehmern und ihren Familie in Asien und Afrika erreicht wird“, erklärt Diözesanvorsitzender Diekmann. So setzt sich die KAB nicht nur für eine schnelle Umsetzung eines Lieferkettengesetzes in Deutschland und Europa ein, sondern fordert, dass auch Unternehmen mit weniger als 5000 Mitarbeiter in die Haftung bei Verstößen gegen Arbeitsrechte und Umweltvorschriften genommen werden. „Hunger und Armut sind auch immer politisch gemacht“, betont Diekmann. Mindestlohn muss vor Armut schützen

Auch in Hessen sind nahezu 16 Prozent der über 65-Jährigen von Armut bedroht. „In keiner anderen Altersgruppe ist die Armutsrisikoquote so stark gestiegen“ , beklagt Martin Mohr, Diözesansekreträr der KAB Limburg. Grund dafür sind nach Ansicht der KAB die Ausbreitung des Niedriglohnsektors und ein Mindestlohn, der trotz Vollzeitbeschäftigung Armut im Alter vorprogrammiert. „Als KAB fordern wir deshalb derzeit einen Mindestlohn von 13,69 Euro pro Stunde. Die jetzige Erhöhung auf 10,45 Euro ab Juni 2022 bleibt eine Armutsfalle, da eine zukünftige Rente weiterhin unterhalb der Grundsicherung liegen wird“, so KAB-Diözesansekretär Martin Mohr. Die KAB fordert in einer Petition für einen Mindestlohn die Anhebung der Lohnuntergrenze.

Unterstützen Sie die Petition: www.kab.de/mindestlohn-petition

Foto: Auch im Partnerland der KAB Limburg, Brasilien, greift aufgrund verfehlter Wirtschafts- und Sozialpolitik immer mehr die Armut um sich. Der KAB-Diözesanverband Limburg unterstützt mit Grundnahrungsmitteln und Atemmasken. Nähere Infos hierzu: https://www.kab-limburg.de/nc/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/weltweite-solidaritaet/

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Diözesanverband Limburg e.V.
Graupfortstraße 5
65549 Limburg
Telefon: 06431 / 29 57 03

Fax 06431 / 28 11 37 35

E-Mail: kab@bistumlimburg.de

Facebook: KABLimburg                   

! Corona-Pandemie: Das Diözesan- und Bezirksbüro der KAB Limburg ist bis auf weiteres geschlossen.

Publikumsverkehr: Physisches Aufsuchen des Büros nur nach vorheriger Anmeldung.

Telefonisch, per Fax und E-Mail sind wir zu den gewohnten Zeiten erreichbar!

gez. Martin Mohr, Bezirks- und Diözesansekretär

Unsere Bürozeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag 8.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr sowie nach Vereinbarung

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

KAB! Tritt ein für dich.