KAB Diözesanverband Limburg

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Betriebsseelsorge: Berichte

Erstellt von Bernhard Czernek, KAB-Betriebsseelsorger

Foto: www.erzbistum-muenchen.de

2020

Die Betriebsseelsorge ist neben der KAB und den Arbeiterpriestern eine Säule im Engagement der Kirche für die arbeitenden Menschen und deren Sorgen. Die Arbeitszeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebenszeit des Menschen, die ihn prägt. Die Menschenwürde darf nicht vor dem Fabriktor haltmachen. In vielen Betrieben ist Mitbestimmung durch den Arbeitnehmer nicht einfach, gegen prekäre Beschäftigung oder gar Entlassung kann sich der Einzelne kaum wehren. In der Zusammenarbeit mit den Vertrauensleuten, Betriebsräten und Gewerkschaften unterstützt die Betriebsseelsorge die Anliegen für faire Arbeit. Die Betriebsseelsorge bietet für alle 2200 Mitarbeiter des Industrieparks Frankfurt-Höchst und darüber hinaus ein Gesprächsangebot, entweder im Pfarrbüro Frankfurt-Nied, St. Markus, im KAB-Büro des Hauses der Volksarbeit oder an jedem anderen vereinbarten Ort. Kontakte entstehen auch durch die regelmäßige Präsenz in den drei Kantinen des Industrieparks.

Am Beginn der Woche bekommen alle per Mail einen kurzen „Impuls zum Wochenanfang“, der das jeweilige Sonntagsevangelium für die Arbeitswelt auslegt.

Der 7. Oktober ist weltweit der Tag der menschenwürdigen Arbeit. Dieses Anliegen griff die Betriebsseelsorge durch die Gestaltung eines Gottesdienstes in Sossenheim auf.

Am 11. November 2019 fand der ökumenische Betriebsräteempfang statt, dieses Mal in der evangelischen Akademie am Römerberg. Auch die Betriebsräte aus dem Industriepark wurden über die Betriebsseelsorge eingeladen und nahmen am Empfang teil. Dass der Industriepark auch die benachbarten Gemeinden prägt ist offensichtlich.

Die Nähe zum Stadtteil Sindlingen war Anlass, auch am Tor West des Industrieparks ein „Adventsfenster“ am 5. Dezember 2019 zu gestalten, an dem sich viele aus der Gemeinde beteiligten. Die Betriebsseelsorge ist bundesweit vernetzt und hat mit ihrer Bundeskommission einschlägige Stellungnahmen zur prekären Beschäftigung beispielsweise in der Pflege oder aktuell in Fleischindustrie veröffentlicht. Sie steht für nachhaltiges Wirtschaften und kämpft zusammen mit der KAB, der evangelischen Kirche und Verdi mit inzwischen immer größeren Erfolg um die Erhaltung des arbeitsfreien Sonntags.

So kam es am 17. Oktober 2019 im Hessischen Landtag zur Anhörung wegen der Überarbeitung des Ladenöffnungsgesetzes, bei dem wir mit großem Erfolg die Ausdehnung der Öffnungszeiten am Sonntag verhinderten, so z. B. die von vielen Politikern und Geschäften gewünschte Streichung des Anlassbezugs, der letztlich dazu führen würde, dass aus dem Sonntag ein ganz normaler Werktag werden würde. Die Betriebsseelsorge ist ferner vernetzt mit der Arbeitnehmerkirche, dem Synodalausschuss Kirche und ArbeitnehmerInnen, sowie den Einrichtung Kirche für Arbeit. Sie arbeitet mit im Hessischen Bündnis für soziale Gerechtigkeit und dem Hessischen Sozialforum, das einmal im Jahr zur Großveranstaltung einlädt. Eine neue Veranstaltung ist unter Corona-Bedingungen am 30. Januar 2021 geplant.

betriebsseelsorge@kablimburg.de  Tel. 01751171156

2019

Auch beim Kreuzweg der Arbeit, der in der Innenstadt am Freitag vor Karfreitag zu markanten Brennpunkten des heutigen Leids vieler Menschen führte, hat die Betriebsseelsorge gestalterisch mitgewirkt. Auch für dieses Jahr ist am 3. April wieder ein Kreuzweg geplant. Am Vorabend des 1. Mai, wenn der Oberbürgermeister alle in der Arbeitswelt Tätigen zum Mahl der Arbeit in den Kaisersaal und die Gewölbehallen des Römer einlädt, waren wir mit großer Anzahl zugegen und feierten wie jedes Jahr vorher in der alten Nikolaikirche einen ökumenischen Gottesdienst. Vieles, was im weitesten Sinne Seelsorge ist, findet im Industriepark schon statt. Die Betriebsräte sind sehr engagiert und um das Wohl aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besorgt. In den Besuchen kommt es zu Gesprächen, in denen die Betriebsräte über ihre nicht leichte Arbeit und ihr Engagement frei erzählen können. Als Seelsorger bringe ich am Wochenanfang immer per Mail einen Impuls heraus, der das Sonntagsevangelium auf die Arbeitswelt hin auslegt. Wer sich für diesen Impuls interessiert, kann sich bei mir melden.
E-Mail: betriebsseelsorge@kablimburg.de  Tel. 01751171156                                                                 

2018

Zunächst sei noch einmal die gute Gesprächsatmosphäre bei der Visitation des Bischofs im Höchster Industriepark am 31. August 2018 erwähnt, sowohl die Unternehmensleitungen, mit denen der Bischof im berühmten Peter-Behrens-Bau sprach, als auch nach einer kurzen Rundfahrt mit den Betriebsräten im modernen Clariant-Bürohaus auf der südlichen Mainseite, blieben bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in guter Erinnerung. Das gute Klima übertrug sich auch auf dem Betriebsräteempfang am 20. November im Haus am Dom, an dem einige Mitarbeiter aus dem Industriepark teilnahmen. Betriebsratsmitglied und Jugendvertreterin der Firma Clariant Annabell Brech und Betriebsseelsorgerin Ingrid Reidt aus Rüsselsheim stellten sich zusammen mit dem Bischof auf dem Podium den Fragen über ihre fürsorgliche Arbeit. Am 19. September 2018 besuchte eine Gruppe der Betriebsseelsorge aus Heilbronn und Ludwigsburg den Flughafen, gemeinsam kam es zu Gesprächen und Kontakten mit dem Betriebsrat von Fraport und der Flughafenseelsorge. Regelmäßig in den drei Kantinen besteht Gesprächsangebot, am Tag der offenen Tür des Ausbildungszentrums „Provadis“ am 22. September 2018 trat die Betriebsseelsorge mit Info-Material neben der Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie (IGBCE) auf. Ein Höhepunkt war der 6. Oktober, der von der Weltgewerkschaft ausgerufene Welttag für menschenwürdige Arbeit: Eine Gruppe aus dem Bistum Mainz besichtigte die neu eröffnete Altstadt und begutachtete sie hinsichtlich der durch sie neu entstandenen Arbeitsplätze. Die Ergebnisse wurden im Dompfarrsaal zusammengetragen, dann feierten wir den Gottesdienst im Dom, der zum Thema menschenwürdige Arbeit mit gestaltet wurde.

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